Solvang und Santa Barbara

<– 19. September 2014 – Bayaquarium, Big Sur und Pacific Coast Highway

Heute stand uns die kürzeste Etappe der Reise bevor, deshalb hatte ich kurzentschlossen die Strecke Pismo Beach – Santa Barbara um den Abstecher ins „Landesinnere“ nach Solvang erweitert. Karte Strecke Pismo Beach - Solvang - Sta. BarbaraSolvang ist eine ursprünglich von Dänen gegründete Gemeinde, die die Verbindung zu Dänemark und zur dänischen Kultur amerikanisch-typisch vermarktet. Ich wusste, dass im September das jährliche Danish Festival stattfindet, war aber der Meinung, es sei schon vorbei. Umso erstaunter war ich, dass wir dort mitten rein gerieten.

Aufstehen

Aufstehen!

Entsprechend viel Betrieb war in den Straßen, obwohl wir recht früh in Solvang ankamen. Mit etwas Glück fanden wir einen kostenlosen Parkplatz in einer Seitenstraße, wo wir unser Auto ruhigen Gewissens abstellen konnten. An anderer Stelle standen nämlich Schilder, dass die Parkbuchten rechtzeitig geräumt werden müssen, da hier der Festumzug um die Mittagszeit vorbeifahren würde.

Wir machten uns also auf, Dänemark zu erobern *hihi*. Und stolperten als erstes über eine Windmühle, die ein Lokal beherbergt, das einen wahnsinnig dänischen Namen trägt: The „Heidelberg Inn“.

The Heidelberg Inn

The Heidelberg Inn

Das hat uns doch sehr amüsiert und etwas irritiert.

Danish Festival

Danish Festival in Solvang

Die Sonne schien, es war herrlichstes Wetter, die Dänen hatten einen guten Vertrag mit Petrus geschlossen. So machte es Spaß, die Straßen entlang zu laufen und zu schauen. Aber zuerst landeten wir in einem kleinen dänischen Café, wo wir uns ein paar Danish specialities leisteten, die zwar lecker waren, aber typisch amerikanisch so süß, dass ich nur eines der Teilchen aß, beim zweiten streikte mein Magen. Schade drum, aber was nicht geht, geht nicht.

Als wir die Hauptstraße erreichten, fiel uns erneut auf der anderen Straßenseite ein riesiger aufblasbarer Hund auf – den hatten wir bei der Anfahrt schon gesehen.

Pet store

Pet store

Neugierig, wie wir nun mal waren, MUSSTEN wir daher die Straßenseite wechseln. Außerdem war dort drüben auch ein Pet Store, der uns magisch anzog. Reingegangen und umgesehen – nun ja, auch nichts anderes als bei uns. Nur die Hundefutter- und Katzenfuttersäcke waren deutlich größer als hier, außerdem gab es auch Sachen für Pferde, was ja bei uns nicht so üblich ist. Sandy entdeckte mal wieder ein paar Postkarten für ihre Sammlung. Worauf wir an der Kasse angesprochen wurden – wie so oft -, wo wir denn her kämen. Und irgendwie fanden alle das immer ganz toll, wenn wir erklärten, aus Deutschland zu sein.

Draußen vor dem Laden hatten zwei Frauen ein Hasengitter aufgestellt, in dem sich zwei Katzen befanden. Außerdem hatten sie zwei Hunde an der Leine dabei. Da ich das schon erlebt hatte, dachte ich zuerst, es handle sich um Parking Lot Kitten – also Kätzchen, die privat aus dem Pappkarton vor einem Geschäft auf dem Parkplatz verkauft oder verschenkt werden. War aber nicht der Fall. Das örtliche Tierheim nutzte die Gunst der Stunde mit den vielen Besuchern und stellte an der Straße Tiere vor, die zur Vermittlung stehen. Wie das dann genau weiterging bei einer möglichen Vermittlung, entzieht sich aber unserer Kenntnis.

Haupstrasse von Solvang

Hauptstrasse von Solvang

Die 1st Street von Solvang war gesperrt, dort standen diverse Verkaufsbuden, in einem angrenzenden Park zeigte eine Folkloregruppe, wie die Wikinger als Krieger waren, um die Ecke in der Parallelstraße zur (verkehrsoffenen) Mainstreet wurde traditionell getanzt.

Folkloregruppe

Fokloregruppe

Außerdem waren bereits die ersten Kutschwagen da, die später in der Parade mitfahren sollten.

Verkaufsstände

Verkaufsstände

Nachdem wir einmal durch die Straßen marschiert waren, nutzte Sandy noch kurz die Gelegenheit, bei der örtlichen Poststelle Briefmarken zu besorgen. Dann suchten wir unser Auto, das auch brav auf uns wartete, und machten uns auf den Weg nach Santa Barbara. Im Vergleich zu den bisher gefahrenen Strecken war es auch wirklich nur ein Katzensprung bis dorthin.

Sandy berichtet: „Dann ging’s weiter nach Santa Barbara, was wirklich nicht weit war, und wir bezogen unser schnuckeliges Best-Western Hotel, welches von außen diesen spanisch-mexikanischen Stil hatte.“

Verzierte Treppenstufen

Alle Treppen im Hotel waren mit Fliesen verziert.

Unser Hotel lag wieder gut erreichbar an einer Hauptstraße, ich meldete uns an – wie üblich wusste ich unser Autokennzeichen nicht und fand es auch grad nicht so schnell in der Kamera, wo ich doch extra ein Bild gemacht hatte -, dann fuhren wir kurz um die
(Hotel-) Ecke, um gerade vor unserem Zimmer zu parken. Wir hatten ein Zimmer im Erdgeschoss mit direktem Zugang zum Innenhof. Der Hinweis an der Rezeption, dort im Innenhof würde abends ein Lagerfeuer gezündet und wir sollten nicht erschrecken, war nicht abwegig, denn das Feuer brannte sehr lange, wie wir später dann feststellen konnten. Aber im Augenblick wollten wir ja nur unsere Koffer loswerden und interessierten uns nicht so sehr für die Hotelumgebung.

Santa Barbara Mission

Santa Barbara Mission

Dann ging es los zur Eroberung von Santa Barbara. Als erstes – da sozusagen auf dem Weg zum Strand liegend – wollten wir etwas auf Bildung und Kultur machen, und machten also einen Abstecher zur Santa Barbara Mission, die 1786 von spanischen Franziskanermönchen gegründet wurde und die bis heute ununterbrochen von Franziskanern bewohnt und geleitet wird. Daher ist ein Teil der Anlage auch nicht zugängig, der andere ist als Museum zu besichtigen. BrunnenNicht uninteressant, aber jetzt nicht etwas, das man uuuunbedingt mehrmals im Jahr sehen muss. Ich war 1978 mit meinen Tanten in der Mission gewesen, wobei ich mich nur noch an den Innenhof erinnern konnte. Daher war es ganz ok, nochmal dort zu sein.

PflanzenSandy schreibt: „Ein Teil der Mission ist ein Museum und für 7 $ Eintritt darf man rein. Das haben wir dann natürlich auch gemacht. Aber erstmal musste ich den Giftshop durchstöbern.

Anschließend wollten wir zum Court House fahren, denn ich hatte im Internet gelesen, dass man dort den Glockenturm kostenlos besteigen kann und dass man von dort aus eine tolle Übersicht über die Stadt hat. Erstes Problem war, das Court House zu finden, was aber schließlich gelang. Zweites Problem war, dass überall zeitlich limitiertes Parking war, und unser Pferdchen hatte leider keine Parkkarte im Handschuhfach. Also ließen wir Court House Court House sein und fuhren runter an den Strand.

Am Wasser

Auf dem Weg zu Stearn’s Wharf

Sandy: „Anschließend ging’s zu Stearns Wharf, dem berühmten Pier von Santa Barbara. Die Stadt ist so schön und so gepflegt, Palmen, Palmen, Palmen, überall gutgelaunte Menschen – aber wie soll man in einem Ort wie Santa Barbara auch sonst drauf sein?!“

Dort parkten wir wieder artig auf einem großen Parkplatz direkt am Wasser, entlockten dem Parkautomaten den passenden Parkschein, und dann ging’s los, rauf auf Stearns Wharf, DEM Pier in Santa Barbara. Er liegt direkt in der Verlängerung von der Hauptstraße State Street, und trägt etliche Restaurants und Souvenirläden. Auch auf dem Pier kann man parken, sogar kostenlos, allerdings dort einen Parkplatz zu finden ist schon fast ein 6er im Lotto. Da haben wir doch gerne ein paar Münzen bezahlt und gleich einen guten Platz gehabt für unser Auto.

Stearn's Wharf

Stearns Wharf

Natürlich waren wir „gezwungen“, die diversen Shops zu durchstöbern, und wieder hätten wir etliches an Sachen gefunden, die uns gefallen hätten, die wir aber seufzend doch liegen ließen im Gedenken an unsere schon gefüllten Koffer. Obwohl ich zwischenzeitlich schon den Gedanken hegte, bei Gelegenheit einen Trolley fürs Handgepäck zu erwerben, schließlich hatten wir nur Sandys Rucksack als „Handgepäck“, mein kleiner Rucksack konnte im Notfall als Handtaschenersatz gelten.

Aussicht

Aussicht

Dann war fast Happy Hour und ich hätte ausreichend Hunger gehabt, am Pier was zu futtern. Aber was gibt es so am Pier: natürlich hauptsächlich Seafood und davon hauptsächlich Shrimp und ähnliches. Und das mag Sandy gar nicht. Daher mussten wir uns was anderes suchen. Erstaunlicherweise gibt es direkt am Pier gar nicht so viel an Restaurants, wie wir gedacht hatten. Schließlich blieben wir an einem Pub hängen, der auch einen Biergarten hatte, und ich kann sagen: das Essen war gar nicht schlecht.

Während wir noch aßen, fuhr draußen „über der Straße“ – das Lokal befand sich in Höhe des Bahnhofs, wie uns dann bewusst wurde – ein Amtrak vor. Das war der erste Zug, den wir live gesehen haben, obwohl mir unterwegs an den Freeways entsprechende Hinweisschilder für Amtrak-Stationen aufgefallen waren, an die ich mich von früheren Besuchen her nicht erinnern konnte. Zumindest nicht in der Häufigkeit. Scheint sich doch was zu tun in good old California, was den öffentlichen Verkehr betrifft.

Pünktlich zur Ablaufzeit unserer Parkkarte waren wir wieder am Auto und fuhren zurück zum Hotel. Und das war gar nicht so einfach, denn inzwischen war es Feierabendzeit und entsprechend viel los in der Hauptstraße. Wobei man sagen muss, die State Street ist im unteren Bereich – also im Downtown-Bereich – nicht die typische Hauptstraße, sondern eher eine (leider) nicht verkehrsbefreite Promenade, die wirklich sehr nett aussieht, und in der man tatsächlich hunderte von Amerikanern zu Fuß erleben konnte!

Obst

Verzehrbereites Obst

Auf dem Weg entdeckten wir in der Nähe des Hotels noch einen Denny’s, damit war unser Frühstück am nächsten Morgen sicher. Denn da sollte die wohl anstrengendste Strecke überwunden werden: von Santa Barbara am Moloch Los Angeles vorbei/hindurch bis nach San Diego. Also nicht nur etliches an Meilen, sondern auch extrem etliches an Verkehr…

SAMSUNG

Sandy schreibt noch: „Wir sind dann noch mit dem Auto zum Supermarkt gefahren und ich hab ein paar Handyfotos von der Obst- und Gemüsetheke gemacht. Die Früchte waren so riesig…

 

 

 

 

 

–> 21. September 2014 – San Diego, wir kommen!

 

Weitere Bilder zum Tag