It’s an octopussy’s garden … Seaworld

<– 21. September 2014 – Solvang und Santa Barbara

Unser Hotel befand sich praktischerweise direkt an der Straße, die verlängert an Seaworld vorbeiführt. Wir mussten daher im Prinzip nur vom Hotelparkplatz aus in die richtige Richtung abbiegen und uns dann gemütlich von den Hinweisschildern leiten lassen.

Wir waren früh dran an diesem Morgen, trotzdem standen bereits etliche Fahrzeuge auf dem Parkplatz, und einiges an Menschen vor den (noch verschlossenen) Türen. Als dann Einlass war, mussten wir nicht nur unsere vorgebuchten Tickets vorzeigen, sondern auch …. einen Fingerabdruck hinterlassen! Klar, logisch, wenn ich in Seaworld einen Delphin in die Tasche stecke, dann werde ich am Becken genau diesen Fingerabdruck hinterlassen…

Strecke Hotel - Seaworld

Hinter dem Eingangsbereich wandten wir uns nach links und landeten als erstes am Ray Pet Bassin, wo man kleine Rochen streicheln konnte. Dabei sind auch hier – wie im Bayaquarium – die die Pet Bassins so groß, dass Tiere, die keinen Kontakt möchten, sich problemlos zurückziehen können.

Orcas

Orca-Becken

Am Dolphin Point vorbei ließen wir die Shamu-Arena erstmal links liegen. Ähm, korrekterweise muss es heißen: wir wollten die Shamu-Arena links liegen lassen… Denn wir wurden von einem Parkangestellten ausgebremst: bitte stehenbleiben, es ist gleich 10 Uhr = Offizielle Öffnungszeit (ja und, stört uns das? *3FragezeichenaufderStirnhatte*).

Punkt 10 Uhr passierte es dann: aus den Lautsprechern, aus denen bisher eine Dauerbeschallung à la Arielle erfolgt war, ertönte nun die amerikanische Nationalhymne. Man möge uns verzeihen, dass wir weder Haltung angenommen, noch die Hand aufs Herz gelegt noch mitgesungen haben.

Sandy schreibt dazu: „Wir wollten etwas Vorsprung gewinnen und die ersten Menschenmassen hinter uns lassen, doch wir wurden dann prompt von einem Parkangestellten angehalten, denn wenn die amerikanische Nationalhymne eingespielt wird, hat man nicht rumzulaufen. Es war wirklich skurril und für einen kurzen Moment nicht mehr locker-lässig-kalifornisch, sondern so richtig US-amerikanisch. Es war als würde einem plötzlich bewusst werden, wo man eigentlich ist und dass Kalifornien eben doch auch zu den USA gehört. Einen weiteren solchen Moment hatte man dann später bei der Shamu-Show, als die Veteranen aufgefordert wurden aufzustehen, damit man ihnen mit einem tosenden Applaus danken konnte, dafür dass sie diesem Land gedient haben. Moment, es war gar nicht unser Land. Aber wir haben mitgeklatscht, denn 1. why not? und 2. vielleicht wird man sonst des Parks verwiesen oder so. Man kann ja nie wissen.“

Aquarien

Aquarien

Irgendwie weiß ich jetzt gar nicht so richtig, wie ich das beschreiben soll. Im Prinzip ist Seaworld eine Mischung aus Show, Zoo und Vergnügungspark, dazu Forschungsstation und Tierkrankenhaus. Es gibt Tiere vieler Arten, hauptsächlich halt solche, die eine Verbindung zum Wasser haben, und direkt neben dem einen Becken befindet sich dann z.B. eine Achterbahn, die halt z.B. intelligenterweise „Manta“ heißt.

Rollercoaster

Rollercoaster

Im neueren Teil gibt es z.B. die Wasser-Achterbahn Atlantis, die Aquarien daneben sind entsprechend eingerichtet wie eine untergegangene Stadt. Und überall dazwischen kleine Shops und „Futterstände“ zum Geldausgeben.

Wobei hier zu sagen ist, dass viele dieser Stände nicht geöffnet waren, allerdings war es auch nicht so voll wie vermutlich am Tag (Sonntag) vor unserem Besuch.

Dolphin show

Dolphin show

Und ja, wir haben auch die gebotenen Shows besucht. Wobei diese heute ganz anders aufgebaut sind als früher. Bei meinem ersten Besuch in Marineland/Los Angeles (das es ja heute nicht mehr gibt) und auch in Seaworld wurde Wert darauf gelegt, auch Informationen im Rahmen der Shows weiterzugeben. Heute dominiert der Showteil total, leider.

Orca show

Orca show

Die beste Show überhaupt war meiner Meinung nach die Pet Show. Was hier auf die Bühne kam und mit welchem Tempo und welcher Präzision die Tricks abliefen, das war einfach unglaublich. Neben Hund und Katz – was man ja vermuten konnte – gab es Schweine, Papageien, Ratten, Hühner, Gänse, und sogar Emus.

Zu Beginn wurde noch mit Trainern gearbeitet – ein kleiner Agility-Wettbewerb zwischen 2 Hunden, ein paar relativ „normale“ Tricks mit Hund und Katz. Dann arbeitete einer der Hunde ohne Trainer. Grundgeschichte: seine Freundin kommt zu Besuch und er muss sich dafür fertig machen. Da wurde erstmal aufgeräumt, dann ein Tisch gerichtet, das Essen aus dem Kühlschrank geholt (Tür auf, Essen raus, Tür zu), schließlich klingelte es, Hund schnappte sich eine Blume und öffnete die Tür, er übergab die Blume an seine Freundin und zusammen ging’s zum gedeckten Tisch. Alles ohne Kommandos vom Trainer und in einem Guss mit einem wahnsinnigen Tempo!

Sandy meint dazu: „Die Show war wahnsinnig beeindruckend und mit was für einer Freude und Energie die Tiere bei der Sache waren, war richtig toll mitanzusehen. Definitiv die beste Show in SeaWorld – und mit „Sea“ hatte sie wirklich gar nix zu tun.“

Leider fehlen uns hier Bilder, die wären aber auch nicht sehr aussagefähig gewesen.

Pinguine

Bei den Pinguinen

Sandy berichtet: „Dann ging es in die Polar-Forschungsstation. Was die Amis sich da haben einfallen lassen, war echt irre. Man lief durch Räumlichkeiten, die wirklich aussahen wie so eine Forschungsstation in der Arktis, mit Betten und Konservendosen etc., dazu war es auch deutlich kälter als draußen. Die Gehege konnte man durch bodentiefe Glasscheiben betrachten und auch die sahen aus wie eine Eislandschaft. Sowas hab ich in einem deutschen Zoo noch nie gesehen. Dennoch waren die Gehege viel zu klein und ich wurde auch nicht müde, das während unseres gesamten Tages in SeaWorld mehrfach zu erwähnen.“

Irgendwann am späteren Nachmittag hatten wir dann endgültig platte Füße und entschieden, uns langsam auf den Heimweg zu machen.

Sandy meinte noch: „Dann gab es noch einen „Haustier-Bereich“, den ich aber ziemlich gruselig fand. Da gab es u.a. Stachelschweine und Biber jeweils in etwa parkplatzgroßen Gehegen in einer Scheune. Dunkel, klein, bäääh. Für ein Unternehmen wie SeaWorld ist es echt ein Armutszeugnis, dass es solche steinzeitlichen Mikro-Gehege dort noch gibt. Schade…“

Strecke Hotel - Sunset CliffsAber so ganz konnten wir es dann doch nicht lassen und im Hotel bleiben. Sandy bestand mehr oder minder heftig darauf, dass sie uuuuuunbedingt zu den Sunset Cliffs wollte. Also ließen wir uns von Edeltraut dorthin lotsen; da wir allerdings nicht die einzigen mit dieser Idee waren, mussten wir erstmal versuchen, einen Parkplatz zu finden. Das gelang schließlich noch bei Licht, und wir konnten die wenigen Meter an die Cliffs selber laufen.

Schatten

Schatten an den Sunset cliffs

Überall standen Schilder, dass die Cliffs unbefestigt und dadurch abbruchgefährdet sind und dass sich man auf eigene Gefahr vorwagt bzw. besser Abstand halten sollte. Ehrlich, der eine oder andere Tourist/Beobachter stand oder saß auch wirklich so, dass man beim Betrachten schon schlucken musste, denn oft war der Sitz-/Standplatz eine Vorlagerung, die unterhalb von Wasser schon unterspült war.

Sandy

Sandy

Und dann war da dieser Sonnenuntergang. Bei klarer Sicht, ohne größere Wolken. Einfach nur toll.

Zurück im Hotel überlegten wir, ob wir jetzt ganz faul sein sollten und uns über Room Service was zu essen bestellen, aber schließlich rafften wir uns doch noch einmal auf und gingen an das Restaurant direkt beim Hotel. Ich weiß noch, dass ich an diesem Abend ein superleckeres Salmonsteak vom Grill hatte mit frischen mashed potatoes und knackig gegartem Gemüse *hungerkriegbeimdrandenken*.

 

–> 23. September 2014 – San Diego Zoo und Balboa Park

 

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