Elephants, Indians and Dinosaurs

Wieder ein wunderschöner Sonnenaufgang.

Nach einem gemütlichen Frühstück im Restaurant geht es los, zurück via Kayenta nach Westen.

Die heutige Route

Die Abfahrt zu unserem ersten Tagesziel haben wir bereits auf dem Weg ins Monument Valley gesehen und bemerkt, dass sie viel besser ausgebaut ist als auf Streetview zu sehen. Daher besteht keine Gefahr, dass wir sie verpassen. Von der Kreuzung aus geht es einige Meilen ins Hinterland. Die Gegend scheint einsam und verlassen, eine Autopanne wäre sicherlich kein Vergnügen. Aber die Straße ist ganz ok, und wir erreichen unser Ziel problemlos.

Das „Navajo National Monument“ ist ein weniger bekanntes Besucherziel. Am Tsegi Overlook halten wir, um die erste Aussicht zu genießen.

Tsegi-OverlookDie Gegend ist geologisch etwas besonderes, wie uns eine Informationstafel erklärt.

Am Visitor Center wenige Meilen weiter stellen wir unser Auto ab.

Wir laufen auf dem

einem behindertengerecht ausgebauten Spazierweg entlang des südlichen Rim des Canyons bis zum Vista Point auf die alte Indianersiedlung Betatakin.

Gleich hinter dem Center entdecken wir eine nachgebaute Schwitzhütte, die man allerdings nicht betreten darf.

Hinweisschilder informieren über die Siedlung sowie über die Pflanzen- und Tierwelt der Umgebung. Betatakin ist ein Pueblo der Anasazi, der geheimnisvollen Indianergruppe, die Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts spurlos aus der Geschichte verschwand. Der Ort zählt zu den am besten erhaltenen Steinbauten dieses Volkes.

Insgesamt befinden sich hier im Park 3 Siedlungen, wovon 2 im Rahmen einer guided Tour besichtigt werden können (Betatakin und Keet Seel), der Zustand der dritten Siedlung ist kritisch, weshalb sie schon Ende der 60er Jahre für Besucher geschlossen wurde.

Selbst auf die Entfernung beeindruckt Betatakin durch seine schiere Größe.

Die Maße des Alkovens von Betatakin: 140 m hoch, 113 m breit und 41 m tief.

Eine genauere Besichtigung wäre sicherlich sehr interessant, allerdings dauern der Ab- und Wiederanstieg etliche Stunden, und diese Zeit ist heute nicht eingeplant.

Aber wir nehmen uns die Zeit und besichtigen wenigstens das Visitor Center etwas intensiver. Die dortige Ausstellung ist wirklich informativ und gefällt mir sehr. Es ist faszinierend, wie sich diese Menschen von dem scheinbar kargen Land ernähren konnten. Und das rätselhafte Verschwinden eines ganzen Volkes macht das alles noch interessanter…

Ein kleiner Sidestep in die Umgebung mit dem Auto wird leider durch eine Baustelle gestoppt. Trotzdem entdecken wir eine kleine Wasserstelle, die sicherlich von den Tieren der Umgebung gerne genutzt wird.

Wir fahren zurück auf den Highway 160, dem wir nach Westen folgen, vorbei an der Straße nach Page, die wir vorgestern in umgekehrter Richtung gefahren waren. Heute geht es einfach weiter gerade aus.

Wir warten auf unser nächstes Ziel, das direkt an der Straße liegen soll. Eigentlich müsste es längst aufgetaucht sein, oder? Aber es dauert noch ein paar Meilen, dann sehen wir sie: die beiden Felssäulen, die unter dem Namen „Elephant Feet“ bekannt sind.

Auf dem Parkplatz unterhalb der Füße stehen etliche Verkaufsstände der Indianer, wo wir Schmuck und andere handwerkliche Kunstgegenstände kaufen könnten. Aber uns interessieren nur die „Füße“, die wirklich gewaltig sind, viel größer, als wir gedacht hatten.

Erst mit einem Größenvergleich bekommt man ein Gefühl, wie hoch die Füße tatsächlich sind.

Auch hier in der Gegend hat es in den letzten Tagen geregnet, einige Stellen am Boden sind noch weich und feucht. Und neue Blumen sind aus der Erde gesprossen.

Der Highway 160 heißt auch „Navajo Trail“, denn wir befinden uns immer noch auf Indianerland. In Tuba City fahren wir zum Tanken, dann geht es weiter. Gespannt warten wir auf Hinweise auf unseren nächsten eingeplanten Halt. Schließlich entdecken wir ihn und Sandy macht aus dem fahrenden Auto ein Foto, denn dieser Hinweis ist wirklich sehenswert…

Allerdings sind die darauf gemachten Entfernungsangaben irreführend und irgendwie falsch gemessen, es dauert länger als gedacht, bis wir rechts den Weg zum Parkplatz entdecken.

Einige Verkaufsbuden kennzeichnen den Beginn des Geländes, auf dem man Dinosaurierspuren finden kann. Stolz weist ein Schild darauf hin, dass Parken kostenlos ist. Vom Internet wissen wir, dass kein Eintritt verlangt wird, sondern dass man von einem indianischen Führer abgeholt wird, der den Weg zu den Spuren kennt und die verschiedenen Abdrücke den diversen Dinos zuordnen kann.

Uns empfängt ein junger Bursche, so 14-16 Jahre alt, und bietet sich als Führer an. Großer Fehler! Groooooßer Fehler! Das Kerlchen ist zwar nett, hat es aber fürchterlich eilig und rennt fast von Spur zu Spur. Dabei wirft er uns die diversen Dinonamen an den Kopf, so schnell und hastig, dass man sich das gar nicht richtig merken kann. Von in-Ruhe-Foto-machen mal völlig abgesehen – aber Fotos werden sowieso total überbewertet.

Ein paar haben wir aber doch gemacht… Die kleineren Abdrücke werden mehr oder minder häufig mit Wasser gefüllt, damit man sie gut erkennen kann.

Bei den großen Abdrücken sind die Umrisse mit kleineren Steinen gekennzeichnet.

Vergleich mit Sandys Fuß

.Auch ein Dino-Nest mit Eiern ist zu finden, wenn man weiß, wo es sich befindet.

Nun ja, wir sind die Strecke in ungefähr 10 Minuten „überflogen“, ich schätze mal, ein anderer Führer hätte mindestens die doppelte Zeit gebraucht. Trotzdem oder vielleicht auch genau deswegen gebe ich dem Kerl ein ansehnliches Trinkgeld.

Die Dinosaurier-Tracks bei Tuba City sind vielleicht kein „Must“, aber da man ja nicht gerade überall über solche Spuren stolpert, schon ein „Can see“. Und sie bieten eine nette Abwechslung für eine kurze Fahrpause.

Inzwischen ist die Mittagszeit vorbei und wir nähern uns endlich unserem heutigen großen Ziel.

Nach vielen Meilen Autofahrt passieren wir die Kassenhäuschen des „Grand Canyon National Park“, den wir mal wieder anhand unseres Nationalparkpasses bargeldlos betreten bzw. befahren dürfen. Diese Karte, für die wir ja nur den halben Preis bezahlt haben, hat sich ohne Frage bezahlt gemacht.

Erster Halt am „Großen Tal“ ist am Watchtower im Osten, von dem man den ersten Eindruck erhält. Hier am Watchtower befindet sich auch das Memorial für die in den 60er Jahren bei einem Flugzeugabsturz umgekommenen Passagiere.

The Watchtower

Im Turm, den man besteigen kann, befindet sich eine kleine Künstlerausstellung sowie eine “Zweigstelle” des Visitor Centers mit Souvenirs.

Erster Blick auf den Canyon (östlicher Teil) mit Colorado River
Links im Hintergrund das Kaibab Plateau (2.400 m), rechts vom Fluss die Marble Platform (ca. 1.800 m)

Wir arbeiten uns nun von Vista Point zu Vista Point vor. Aufgrund der Größe des Canyons werden wir morgen nur im westlichen Teil unterwegs sein, deshalb ist heute der östliche Teil „dran“.

Der östliche Canyonteil vom Watchtower bis zum Grand Canyon Village

Ausblick auf die Hance Rapids des Colorado, eine der wohl gefährlichsten Stromschnellen des Flusses.

Blick auf den Watchtower im Osten

 

Die Formationen haben zum Teil wieder Namen, aber mir merken und sofort erkennen kann ich nur zwei: Isis’ Tempel und Wotan’s Throne.

Über dem Canyon fliegen mehrere Truthahngeier, sie können hier in den Aufwinden durch die Luft schweben, ohne auch nur ein Federchen bewegen zu müssen. Sie landen schließlich auf einem Felsvorsprung nicht weit von unserem Standort, erst einer, dann zwei und schließlich sogar drei.

Leider sind wir nicht die einzigen, die das bemerken, weshalb ich Sandy mit ihrer Kamera den Vortritt lasse und beiseite trete, damit auch andere Besucher eine gute Schussposition erhalten. Nicht, dass noch einer im Graben landet…

So arbeiten wir uns von Punkt zu Punkt vor. Auch wenn die Aussicht sich dadurch nicht spektakulär ändert, ist sie einfach faszinierend. Während am Bryce Canyon die Masse der Hoodoos begeistert, ist es am Grand Canyon die pure Weite und Größe dieser Schlucht.

Ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass es Zeit wird, zum Hotel zu fahren. Dieses befindet sich westlich des Visitor Center im Grand Canyon Village, das im Prinzip aus 4 Hotels mit Restaurants besteht.

Das Grand Canyon Village von oben (Quelle: Google Maps). Der rote Kreis zeigt etwa die Lage unseres Zimmers an.

Unser Hotel von der Rim-Seite aus fotografiert.

Die “Thunderbird Lodge” besitzt keine eigene Rezeption, sondern wird von der Bright Angel Lodge mitverwaltet. Leider ist bei allen Hotels die Parkplatzsituation sehr schlecht, und wir müssen einige Zeit im Kreis fahren, um uns dann doch direkt vor der Bright Angel Lodge eine nicht ganz regelkonforme Stelle zum Halten auszusuchen. Check-in ist wie üblich ohne Probleme, wir erhalten die Schlüsselkarten und den Rat, einen Tisch fürs Abendessen (egal in welchem Lokal) telefonisch vorzubestellen und nicht auf gut Glück ins Restaurant zu gehen. Das kann ich lächelnd beiseite schieben, denn ich habe bereits von Deutschland aus eine Reservierung im vornehmsten Hotel, dem „El Tovar“, reserviert.

Erneut machen wir uns auf Parkplatzsuche, was aufgrund der Einbahnstraßenregelung ein recht aufwändiges Unternehmen ist. Als wir zum 4. Mal an der Thunderbird Lodge vorbeicruisen, winkt uns ein junger Mann vom Straßenrand aus zu und bedeutet uns, das Fenster zu öffnen. Wie es sich herausstellt, gehört er zu einem Gärtnertrupp, der gerade um die Lodge herum tätig ist. Ihm sind wir offensichtlich aufgefallen und er fragt, ob wir einen Parkplatz suchen. Was wir natürlich eifrig bejahen. Worauf er uns den Parkplatz anbietet, auf dem das Gärtnerfahrzeug steht, denn „wir sind für heute fertig und fahren jetzt los, da könnt ihr euch hinstellen.“ Ich könnte ihn umarmen und abbusseln… Wie es sich herausstellt, liegt der Parkplatz auch noch ganz ideal direkt am Zugangsweg zur Lodge.

Einmal geparkt ist uns klar: unser Fury hat erst einmal Ruhepause, der wird nicht mehr bewegt, bis wir endgültig weiterfahren müssen…

Unser Zimmer befindet sich im 1. OG, leider hat die Lodge keinen Fahrstuhl und wir müssen das Gepäck mal wieder die Treppen hochschleppen. Unser Zimmer ist aber ganz ok, der Ausblick auf den Canyon ist vorhanden, wenn auch nicht so großartig wie erhofft, da wir über das Dach des Erdgeschosses sowie den Weg am Rim entlang hinwegsehen müssen. Aber immerhin, man sieht ihn.

Nun ist es Zeit, an den Rim zu gehen, denn der Sonnenuntergang steht bevor.

Zurück im Zimmer machen wir uns ausgehfertig, denn in unseren Tagesklamotten möchten wir nicht gerade im „El Tovar Restaurant“ aufschlagen. Am Rim entlang laufen wir die wenigen Meter dorthin und werden auch gleich an unseren Tisch geführt.

Platzteller im El Tovar Restaurant

Unser Essen ist lecker und wir sind wirklich zufrieden mit dem Ausklang des Tages.

Abendessen

Nachtisch

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weiter: 28. September 2016

John Wayne Country

a.k.a. The Wild Wild West

Rechtzeitig zum Sonnenaufgang sind wir fotobereit auf der Aussichtsterrasse. Allerdings haben wir eigentlich nicht viel Zeit, denn unser Tagesplaner ist voll.

Für ein Frühstück ist heute mal wieder keine Zeit. Bereits um 7 Uhr warten wir – wie in unserer Buchungsbestätigung gefordert – am Parkplatz des Visitor Center neben dem Hotel auf den angekündigten roten Jeep. Leider lässt der auf sich warten.

Warten auf Tony

Schließlich bin ich total unsicher, ob wir wirklich richtig stehen. Es gibt da ja noch einen Parkplatz direkt an der Kreuzung zum Hotel. Hoffentlich steht Tony – so soll unser Fahrer heißen – nicht dort und ärgert sich, dass wir nicht kommen.

An einer Bude auf der anderen Seite des Parkplatzes (wo ebenfalls Touren ins Valley angeboten werden) sehe ich ein paar Männer stehen und entschließe mich, dort nachzufragen. Schließlich kennen sich die Betreiber der Touren hier alle untereinander.

Von den 3 Navajo werde ich freundlich begrüßt, und als ich mein Problem schildere, wird mir angeboten, bei der Company anzurufen. „Kostet dich auch nur 10 Dollar!“ frotzelt der eine. Ich kontere „Für den Preis kann ich selber anrufen, ich hab ein Handy!“ (natürlich alles in Englisch), worauf wir alle lachen. Von wegen, die Indianer seien humorlos… Ein Anruf – von dessen Inhalt ich nichts verstehe, da auf Navajo – ergibt die Auskunft, das Auto sei noch zum tanken und käme gleich.

Also warten wir weiter. Wobei ich den Verdacht hege, dass unsere Tour schlicht und einfach vergessen wurde, schließlich habe ich die schon vor einem Jahr gebucht.

Mit einer halben Stunde Verspätung taucht ein Transporter auf. Kein Jeep, aber mit dem richtigen Logo auf den Türen. Und der Fahrer heißt auch nicht Tony, sondern nennt sich Marcus.

Es stellt sich heraus, dass wir heute die einzigen Teilnehmer der Ganztagestour sind. Sozusagen eine Privatführung.

Im offenen Wagen geht es nun auch sofort los. Die Straße ins tiefer gelegene Monument Valley ist die ersten Meter ja noch ganz ok, aber dann wandelt sich die Straße in eine holprige Schotterpiste. Kein Weg für Fury!

Man muss dazu wissen, dass man eine bestimmte Strecke durch das Tal mit dem eigenen Wagen fahren darf. Ein Abbiegen auf die Seitenwege ist allerdings nicht gestattet, und so verpasst man einiges, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist. Mit einer geführten Tour – egal welche zeitliche Länge – kommt man auch in weitere Bereiche, deren Wege noch schlechter sind als die Schotterstraße. Im Tal leben verstreut diverse Navajo-Familien, die nicht unbedingt ungebremst als Touristenattraktion dienen wollen. Es gibt ein paar vorbereitete Gebäude, zu denen man gebracht wird und die einen Eindruck geben, wie die Navajo leben (oder gelebt haben). Aber die erreicht man – wie gesagt – nur durch eine geführte Tour.

Unsere Tourgruppe

Unsere Ganztagestour wird zweigeteilt sein: heute Morgen das eigentliche Monument Valley, dann gibt es eine Pause am/im Hotel, und am Nachmittag geht es in ein Nachbartal, das ohne Tourguide überhaupt nicht betretbar ist.

Da wir nur zu zweit sind, haben wir viel Platz auf unserer offenen Rückbank. Allerdings fehlt dadurch auch jemand zum Ankuscheln und Warmhalten. Denn obwohl die Sonne scheint, ist es noch ziemlich frisch so auf der offenen Ladefläche. Und im Schatten der Buttes und Mesas ist es ehrlich gesagt saukalt.

Die Fahrt dauert ca. 4 1/2 h. Jede Felsformation, jeder Butte, jede Mesa haben Namen. Das kann man sich gar nicht merken. Ich versuche mal, die Fotos zuzuordnen, ich hoffe, ich mache nicht allzu viele Fehler…

Elephant Butte

The Pharao

The Three Sisters

The Hub (= Die Nabe, Zentrum eines Wagenrads)

Rain God Mesa

The Totem Pole (links) mit The Yei Bi Chei – Tänzer, die aus einem Hogan (indianische Wohnhütte) kommen mittig bis rechts

„The Window“ – und nein, die Reiter waren nicht bestellt, diese Begegnung war Zufall.

The Thumb

The Rooster (der Hahn) – andere sehen einen heulenden Koyoten wie im Trickfilm

Camel Butte – wir sehen hier eher den schlafenden Snoopy

Im Laufe des Tages beginnen wir, die unmöglichsten Formen und Gebilde in den Felsen zu erkennen und zu benennen.

The Eagle


The Horse, das mich irgendwie an die ]blauen Pferde von Franz Marc erinnert

Zwischen all diesen Steinen steht ein kurzer Besuch in der Nähe von The Hub an. Hier stehen Hogans und wir lernen, dass es männliche und weibliche Hogans (Erdhütten) gibt.

Der größere Hogan wird von den Frauen bewohnt, der kleinere gehört den Männern. Dazu gibt es noch eine kleine, halb unterirdische Hütte, das Schwitzhaus.

Links männlicher Hogan, rechts der weibliche

Im weiblichen Hogan treffen wir eine alte Navajo, die uns zeigt, wie traditionell aus Schafwolle ein Faden gesponnen wird und wie diese Wolle dann zu Teppichen und Tüchern verarbeitet werden. Das Ganze ist kostenlos, es wird allerdings erwartet, dass man ein Trinkgeld nach eigenem Gusto gibt. Man kann natürlich auch eines der Ergebnisse oder handgemachten Schmuck etc. erwerben.

Ya ah teeh – Willkommen / ShiK’is – Freund / Hoshdee – Wie geht es dir?

Neben den gezeigten Felsformationen gibt es noch viele andere Formen, u.a. auch Löcher im Fels.

Big Hogan – man kann hier mit Fantasie in der Wölbung einen liegenden Hasen erkennen

Der Hase im Big Hogan

Moccasin Arch

Sun’s Eye

Ear of the Wind

Überall im Tal – bzw. wenn man weiß, wo man schauen muss – findet man Zeichen der früheren Bewohner. Auch hier haben sie Zeichnungen an den Wänden hinterlassen und Lehmbauten / Vorratshäuser unter geschützten Vorsprüngen.

Petroglyphen

Nachdem vor vielen Jahre eine Rockergruppe im Tal gewütet hat und etliche der von den Navajo verehrten Bauten zerstörte, sind die leichter erreichbaren Reste heute durch Zäune gesichert. Schade, das das sein muss…

Eidechse am Schutzzaun

Mustangs der Navajos

Ab und an gibt es auch Stände, wo die Navajos Schmuck verkaufen. Besonders bei deutschen Touristen ist das laut TripAdvisor ein Grund, die Navajos zu verteufeln. Wir können das überhaupt nicht nachvollziehen. Niemand ist jemals irgendwie aufdringlich, ganz im Gegenteil, wir werden nicht mal darauf angesprochen, ob wir was kaufen wollen. Die Stände sind da und man kann hingehen oder es lassen. Ganz einfach.

Verkaufsstand der Navajo

Einer der schönsten Punkte des Monument Valley: Artists‘ Point
Man erwartet förmlich, John Wayne durchs Bild galoppieren zu sehen.

Während wir am Morgen völlig alleine am bekannten John-Ford-Point waren und vergeblich auf den berühmten Cowboy warteten (der lag entweder noch im Bett oder hatte sein Pferd noch nicht eingefangen), sehen wir, als wir kurz vor Mittag an der Stelle vorbeikommen, dass er nun posiert. Für uns allerdings „auf der falschen Seite“ und viel zu weit weg. Immerhin, man sieht ihn.

Zurück im Hotel haben wir eigentlich eine Stunde Pause. Aber erst einmal entdecken wir einen roten Jeep. Und Marcus ruft mich zur Fahrerseite, wo der mysteriöse Tony hinter dem Lenkrad sitzt. Der ist ziemlich überrascht, dass wir tatsächlich eine Bestätigung für die Tour haben. Wie gedacht: die ist einfach untergegangen. Von wegen Tanken mit dem Auto. Vermutlich wurde durch den morgendlichen Anruf notfallmäßig Marcus verständigt, dass der uns betreut. Egal, die Tour war bisher gut, wenn auch kalt, aber dafür kann der Veranstalter nix. Daher bezahle ich auch ohne Gemurre den noch ausstehenden Betrag.

Quelle: http://www.chiropratique-reims.fr

Kurze Erholung im Zimmer, dann gehen wir erneut zum Parkplatz, wo wir nun mit Marcus als Fahrer in den Jeep einsteigen. Es geht erst einmal eine ganze Strecke auf der Straße entlang, bis wir plötzlich auf einen Trampelpfad abbiegen. Ziel ist nun der Mystery Canyon.

Marcus erzählt uns, dass er schon 2 Jahre lang nicht in diesem Tal war. Das merkt man, er lässt sich viel Zeit an den Vista Points, um selber Fotos zu machen. Da er merkt, dass wir an allem interessiert sind, gibt er auch etliches an Hintergrundinformationen, das andere Besucher vielleicht nicht erfahren. Uns macht die Fahrt Spaß und ihm scheinbar auch.

Allerdings darf man sich das jetzt nicht so vorstellen wie am Morgen: die Gravel Roads im Monument Valley sind wahre Luxusstraßen im Vergleich zu den Spurrillen im Sand, denen wir jetzt folgen. Zeitweise neigt sich unser Jeep im fast 40-Grad-Winkel auf eine Seite, man hat dabei irgendwie immer ein „Oh Gott, wir kippen“-Gefühl.

Der Mystery Canyon wirkt völlig anders als das Monument Valley, dabei sind sie nur wenige Meilen auseinander.

Auch hier findet man immer wieder Zeichen der Ureinwohner.

Vorratshäuser der Anasazi

Da die Bilder keinen Eindruck von der Größe der Felswände geben, hier mal eines mit unserem Jeep zum Vergleich:

Erstaunlich ist, dass wir über die ganze Fahrt kein Wildtier zu Gesicht bekommen. Nur ein paar Echsen sind zu entdecken.

Größenvergleich mit Marcus

Keiner am/im Auto, Türen sperrangelweit offen, Wertsachen drin – wer soll uns hier schon beklauen?

Wir halten dann an einem Hügel. Ich widme mich den vielen Blümchen, die dort wachsen, und Marcus meint zu Sandy „I’m gonna climb that hill! You come with me?“. Sie so: „Ehhhh… *hügelanglotz*… no!“ Er lacht und sprintet nach oben. Oben meditiert er dann oder betet oder was man als Navajo auf so einem Hügel halt macht. Sieht jedenfalls ziemlich entspannt aus, siehe Bild.

Sandy meint, sie hätte es schon hoc hgeschafft. Aber eventuell nicht mehr runter. Sie hat stattdessen also ein Tierskelett fotografiert. Auch… äh, interessant.

Auf dem Rückweg entdecken wir einen großen Vogel auf einer Felskuppel sitzend. Marcus ist sich sicher, dass es sich um einen Golden Eagle handelt.

Ein Golden Eagle?

Allerdings streift der Vogel ab, bevor wir sicher sein können, und verschwindet hinter den Felsen. Egal, für uns ist es ein Golden Eagle, und Marcus sagt, der Anblick eines solches gilt bei den Navajos als Glückszeichen.

Bevor wir zurückfahren, biegt Marcus noch in einen weiteren holprigen Weg ein. Er will uns zeigen, wo er mit seiner Familie wohnt. Dann aber geht es endgültig wieder zum Hotel. Uns schwirren die Köpfe vor lauter Eindrücken…

Am Hotel möchten wir noch ein paar Bilder an der Aussichtsterrasse machen, was sich aber als schwierig herausstellt. Es gibt hier einen Felsen, der sich für Fotos anbietet, und dieser ist schwer belagert. Vor allem eine junge Frau fällt auf, die offensichtlich ihren Haus- und Hoffotografen dabei hat. Sie posiert in allen möglichen und unmöglichen Positionen, und der arme Kerl tanzt dabei ganz nach ihrer Pfeife und macht, was sie sagt. Eigentlich ist es schon recht lustig, wie sich dieses „Fotomodell“ verhält, auch wenn sie besagten Felsen lange Zeit okkupiert.

Später beobachten wir, dass sie sich die gemachten Fotos in der Kamera ansieht und sichtlich nicht zufrieden ist mit dem Ergebnis. Worauf sie auf der Brüstung der Aussichtsterrasse erneut ihre Bewegungsübungen veranstaltet und ihr Begleiter wieder den Auslöser drückt…

Lustig ist es, von hier oben die Straße ins Valley zu beobachten. Zu dieser Tageszeit ist recht viel Verkehr.

Rush hour am Monument Valley Drive

Wir sehen unter anderem einen Ford Mustang, der den Weg hinabgetrieben wird. Aus unserer Erfahrung befürchten wir das Schlimmste, denn man mag die „Straße“ mit SUV oder per echtem Pferd problemlos bereisen, mit einem Sportauto wird das Ganze aber bestimmt kein Vergnügen. „Ob der die ganze Strecke fährt?“ fragen wir uns. Und tatsächlich taucht der Mustang nach knappen 10 Minuten wieder auf…

Endlich ist der Fotofelsen für uns frei.

Ein Besuch im Monument Valley ohne Foto mit DIESEM Hintergrund sollte unter Strafe stehen.

Erneut erwartet uns ein herrlicher Sonnenuntergang. Der Ausblick ist einfach grandios, man wird nicht satt, dem Farbenspiel zuzusehen.

Beim Abendessen im Restaurant gibt es heute keine Experimente… Salat und Tacos – da kann man nicht viel falsch machen

zurück: 25. September 2016

weiter: 27. September 2016

Beams and Buttes

Der Wecker klingelt heute um 5:30 Uhr, denn wir wollen den Sonnenaufgang am Horseshoe Bend erleben in der Hoffnung, dass es nicht soooo viele Frühaufsteher gibt, die das wie wir vorhaben.

Nun ja, es ist etwas Betrieb am Parkplatz, aber kein Vergleich zu gestern Abend. Und die Besuchermenge setzt sich offensichtlich mehr aus Hardcore-Fotografen zusammen denn aus Normalotouris. Nur eine Gruppe kichernder Teenager, die offensichtlich eher neue Facebook-Avatar-Selfies benötigen denn interessante Sonnenaufgangsbilder, nervt in etwas Entfernung.

Von der Stelle, an der ich mich hingesetzt habe, kann ich nur einen kleinen Teil des Bends einsehen. Aber das stört mich gar nicht.

Noch ein Bild von Sandy…

… und von den Spuren im Sand …

 

… dann ist es Zeit, zum nächsten Programmpunkt zu fahren, der ein paar Meilen außerhalb von Page stattfindet.

Dazu müssen wir ins Stammesgebiet der Navajos, denn der Lower Antelope Canyon liegt genau wie sein Bruder, der Upper Antelope Canyon (den wir später besuchen werden), auf dem Gebiet der Navajo Nation.

Wir waren sehr gespannt, denn im Internet liest man immer wieder, die Indianer seien sehr unfreundlich und kurz angebunden. Ich bin froh schreiben zu können, dass die Indianer, die wir getroffen haben, durchweg nett und freundlich und hilfsbereit waren. Wie so oft gilt auch hier wohl „Wie man in den Wald hineinruft…“

Wir haben – auch wenn ich mich nicht dazu zähle – die Spezialtour für Profi-Fotografen gebucht. Während die Normalos in großen Gruppen mehr oder weniger herdenmäßig durch die Slot Canyons getrieben werden, ist die Teilnehmerzahl bei den „Photographers‘ Tours“ begrenzt. Außerdem darf bzw. „muss“ man hier ein Stativ dabei haben und sollte auch eine Spiegelreflexkamera vorzeigen können. Wobei es niemanden interessiert, dass meine G3X eine Bridgekamera ist.

Nachdem wir also unsere Tickets abgeholt haben, müssen wir noch ein paar Minuten warten, dann kommt unser Tourguide Josh und führt uns durch einige Normalotourgruppen hindurch zum Eingang des Lower Antelope Canyon. Dieser befindet sich im Boden, man muss sich durch einen schmalen Spalt nach unten durchzwängen, was mit Stativ und Kamera (wenn auch ohne Rucksack, der muss nämlich im Auto bleiben) gar nicht so einfach ist.

Ist man dann am Boden angelangt, bleibt einem so ziemlich der Mund vor Staunen offen. Auch wenn man wie wir viele Bilder im Internet angeschaut hat, in live ist das Ganze doch etwas ganz anderes…

Lassen wir Bilder sprechen…

 

Die Felsformationen haben natürlich auch oft Namen.

Der Bison

The Eagle

Landy in the Wind

Diese Farben, Strukturen und Muster sind einfach nur…. wow. Selbst eine Fehleinstellung der Kamera ergibt hier ein interessantes Ergebnis.

Während wir am Fotografieren sind, versucht unser Guide, die Normalotourbesucher von uns fern zu halten. „Who is the next guide?“ schallt es dauernd durch den Canyon. „Keep your visitors aside, we have a photographers‘ tour here!“ Denn wir sollen möglichst die Gelegenheit haben, unsere Aufnahmen OHNE Touriköpfe zu bekommen. Das klappt nicht immer, aber doch – da man eigentlich fast immer schräg nach oben fotografiert – ganz gut.

Insgesamt sind es – so erklärt unser Guide – 6 verschiedene Gesellschaften, die die Canyons anfahren und Touren anbieten. Man kann sich also vorstellen, wie viele Menschen hier täglich durchgeschleust werden. Wobei die Fotografentouren nur zweimal am Tag von 2 Firmen angeboten werden, wenn das Licht günstig ist für Beams.

Denn nur, wenn man zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist, kann man mit Hilfe von etwas geworfenem Sand die Sonnenstrahlen einfangen.

Ein „Wasserfall“ aus Licht und Sand

Die Zeit vergeht wie im Fluge, während wir uns durch die Enge kämpfen und versuchen, unsere Fotos zu machen. Schon geht es den gleichen Weg zurück, bis wir uns mit gegenseitiger Unterstützung aus dem engen Spalt quetschen.

Wir bedanken uns bei unserem Guide mit einem kleinen Tip und schnappen uns unseren Fury, um zurück nach Page zu fahren. Inzwischen ist die Autoschlange am Entry des „Lake Powell Navajo Tribal Park“ (so die offizielle Bezeichnung des Navajo-Gebietes um Page) ziemlich lange und der Parkplatz wesentlich voller als bei unserer Ankunft.

Die wenigen Meilen in die Stadt sind schnell zurückgelegt. Jetzt geht es zum Canyon Nr. 2, dem Upper Antelope Canyon. Dieser wird für uns zeitlich passend von einer anderen Gesellschaft angefahren. Während man zum Eingang des Lower ja mit dem eigenen Auto hinfahren kann, liegt der Upper am Ende eines Flussbettes ohne Weg und Steg. Daher sammeln sich die Gäste vor dem Geschäftssitz der Agency und werden auf offenen Wagen zum Canyon gefahren.

Wir lösen unsere vorbestellten Tickets aus – ein Navajo Permit haben wir ja bereits – und harren dann der Dinge, die da kommen. Schließlich kommt ein Navajo und ruft die Besucher mit roten Tickets zusammen. Das sind wir nicht, wir haben gelb. Aber da kommt er auch schon, der für uns zuständige Guide. Sein Name ist Abraham und er ist schon etwas älter.

Unsere Photographers‘ Tour besteht aus insgesamt 6 Personen (maximal sind es 8 Teilnehmer), alles Deutsche, wobei es sich um ein Pärchen handelt und zwei Freundinnen, die sich aber offensichtlich kennen, und uns. So haben wir gut Platz auf dem Truck.

Die erste Hälfte der Fahrt führt auf der Straße zurück bis zum Lower Antelope Canyon, dort geht es dann aber nicht nach links, sondern nach rechts ins wilde Gelände. Ohne Vierradantrieb hat man hier keine Chance. Allerdings merkt man, dass Abraham diesen Weg im Schlaf kennt, er rast über den Sand, als sei er auf dem Nürburgring.

Im Gegensatz zum Lower Canyon muss man sich beim Upper nicht durch irgendwelche engen Felsspalten zwängen, im Gegenteil, hier ist der Eingang ebenerdig und breit – sogar geeignet für Rainer Kallmund (kleiner Insider). Wer also Probleme mit Enge hat oder etwas korpulenter ist, sollte sich überlegen, nur den Upper Antelope Canyon zu besuchen.

Wieder verteidigt unser Guide unseren „Fotografierraum“ vehement gegen andere Besucher. Zusätzlich zeigt er uns aber auch genau, wo man am besten in welchem Winkel die Kamera ansetzt, um das optimale Foto heraus zu holen.

The Beauty and the Beast

Und er wird nicht müde, mit Sand die Beams herauszuholen.

Dragon’s Eye

Monument Valley

Zum Abschluss unseres Besuchs gibt es noch ein Foto neben der “Candle”.

Dann geht es wieder über das Bachbett holterdipolter zurück, wir sind ziemlich durchgeschüttelt, als wir an der Straße ankommen. Der weitere Weg ist dann regelrecht „angenehm“.

Im Nachhinein betrachtet bin ich heilfroh, dass wir uns für die teurere Fotografentour entschieden hatten. Wir wussten ja, dass es voll sein würde, aber wie viele Menschen hier unterwegs sind, davon hatten wir keine Vorstellung. Vielleicht wirkt es auch nur so voll, weil die Canyons nun mal „Slot Canyons“ sind, also gewundene schmale Wege zwischen hohen Felswänden. Hat sich der Besuch trotzdem gelohnt? Allemal! Würden wir das noch einmal machen? Aber ja, sofort!

Mit einem Tip verabschieden wir uns von Abraham.

Danke für die tolle Tour, Abraham!

Dann steigen wir in unser Auto und fahren das dritte Mal an diesem Tag die Strecke zu den Canyons, dieses Mal geht es allerdings weiter auf der Straße geradeaus.

Vorbei am Sleeping Indian – einer Bergkette, die wie ein liegender Indianer inkl. Federschmuck aussieht – folgen wir dem Highway 98 durch eine fast siedlungsleere Landschaft. Meilen um Meilen rollen wir dahin, der Weg zieht sich wie Kaugummi.

Eine wahre Abwechslung ist daher der „Square Butte“, an dem man unterwegs vorbeikommt.

Square Butte

Schließlich treffen wir auf den Highway 160, der uns unserem Ziel näher bringen wird. In Kayenta, einem Städtchen, das ich mir kleiner vorgestellt habe, müssen wir schließlich auf die 163 Richtung Mexican Hat. Jetzt sind es nur noch wenige Meilen bis zum Oljato-Monument Valley, das überall nur „Monument Valley“ genannt wird. Es liegt direkt an der Grenze Arizona/Utah mitten im heutigen Stammesgebiet der Navajo Nation.

Auf unserer ursprünglichen Route war dieser Besuch gar nicht eingeplant gewesen, irgendwie hatte ich mir die Entfernung dahin größer vorgestellt, bis mich eine Anmerkung von Sandy dazu brachte, das zu überprüfen. Und siehe da, mit ein wenig Umplanung konnten wir diese Attraktion doch unterbringen. Somit erreichen wir heute den östlichsten Punkt unserer Tour.

Eingebucht sind wir im „The View“ Hotel, das unter indianischer Verwaltung steht und das neben der Goulding’s Lodge die einzige Unterkunftsmöglichkeit direkt im Valley ist.

Nachdem wir erneut ein Navajo Permit erworben haben (das aus Page gilt hier nicht), checken wir ein und laden unsere Sachen aus. Unser Zimmer befindet sich – mal wieder – am Ende des Gebäudes gegenüber vom Notausgang (woher kennen wir das nur?), allerdings heute im Erdgeschoss.

Das Zimmer

Bad und Toilette

Dusche/Badewanne

Der geniale Balkon „mit Aussicht“

Da alle Zimmer im View nach Nord-Nordost blicken, haben wir einen tollen Blick auf zwei der bekanntesten Formationen: the Mittens und Merrick.

v.l.: West und East Mitten, Merrick

Die Mittens heißen so, weil sie eben jeweils einer geschlossenen Hand in einem Fäustling (= mitten) ähneln. Der Merrick wurde nach einem Prospektor benannt, der hier im Tal nach Silber gesucht hat.

Wir genießen den Sonnenuntergang auf unserem Balkon, dieser Ausblick ist nicht zu übertreffen.

Kaum ist die Sonne verschwunden, tauchen die ersten Fledermäuse/Bats auf und gehen an der Hotelfront entlang auf Insektenfang. Ich versuche, sie mit der Kamera zu erwischen, was aber gar nicht so einfach ist, die Kerlchen sind unheimlich schnell.

Fledermausalarm

Aufgrund der tollen Aussicht ist es eigentlich gar nicht nötig, noch einmal das Zimmer zu verlassen. Was wir natürlich trotzdem machen, schließlich müssen wir noch etwas essen.

Im hoteleigenen Restaurant finden wir einen Platz und bestellen uns navajotypische Gerichte. Nun ja, man kann sie essen, aber vom Stuhl vor Begeisterung fallen wir nicht.

Auf dem Rückweg in unser Zimmer entdecken wir, dass an der Hotelfassade Filme gezeigt werden, die im Tal spielen bzw. dort gedreht wurden. Eine lustige Idee.

Zurück im Zimmer versucht sich Sandy erneut an ein paar Sternenfotos, der Nachthimmel ist völlig klar und wolkenlos. Ich schiebe derweil mal wieder Fotos auf meine externe Festplatte, was schon ein Weilchen dauert.

Dann ist es endgültig Zeit fürs Bettchen, morgen heißt es wie so oft früh aufstehen.

zurück: 24. September 2016

weiter: 26. September 2016